Gebrauchtboote - Eine Reise durch den GFK-Dschungel der Wassersportler

posted am: 28 Marz 2017

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Wenn es einmal angefangen hat, geht es erfahrungsgemäß ganz schnell. Hat man sich erst mit dem äußerst tückischen „Wassersportvirus“ infiziert, der bei Kontakt mit der sensationelle Mischung aus Wind, Seeluft und Sonnenuntergängen auf dem Boot übertragen wird, zeigen sich sehr schnell erste Symptome (Häufig sind das Dinge wie ein notorisches Lächeln, akute Fröhlichkeit und chronische Entspannung). Und spätestens nach dem zweiten oder dritten Törn ist klar: Ein eigenes Boot muss her. 
So ein Wunsch nach dem eigenen schwimmenden Untersatz kann leicht ein Schock für den eventuell nicht seefesten oder Cluburlaub-orientierten Partner sein. Damit nicht auch das eigene Portemonnaie einen solchen erleide, gibt es eine gute, wenn auch nicht ganz übersichtliche Abhilfe: Den Gebrauchtboote - Markt.


Mit gutem Grund…
Wer sich einmal entschlossen hat, ein eigenes Boot zu kaufen, steht grundsätzlich vor zwei Alternativen. Die Erste ist ein Werftneubau. Weil das aber oft lange Bestellzeiten mit sich bringt und ein zukünftiger Eigner schon mal ein wenig Atemnot bekommen kann, wenn er sich über Werftpreise informiert, greifen sowohl Erfahrenere als auch Wassersportneulinge auf Nummer Zwei zurück: Sie schauen sich auf dem Gebrauchtboote - Markt um. 
Dafür gibt es eine ganze Reihe von guten Gründen, die sich nicht von der Hand weisen lassen.
Zum einen, und das kennt jeder schon vom Automobilgebrauchthändler, sitzt das Preisniveau hier bedeutend niedriger als am Neumarkt. Wer sich an einschlägigen internationalen Adressen, wie beispielsweise Schepenkring umsieht, wird sehr schnell mit einer Fülle von Angeboten konfrontiert. Deren Bandbreite ist sowohl in den Aspekten der Größe, des Typs und der Ausstattung und damit letztlich auch des Preises in beide Richtungen enorm.


...und mit Einschränkungen
Wer sich nun einfach mal ins Internet bewegt und mutig drauflos-recherchiert, der kann leicht nach wenigen Klicks schon entmutigt werden, denn wie erwähnt, die Angebo(o)tsmenge ist enorm. Wie soll sich der unerfahrene Erstkäufer hier bloß zurechtfinden? Es bedarf schon ein wenig Kenntnis, um hier sinnvoll differenzieren zu können und den Durchblick zu behalten. Es ist daher wichtig, vor der ersten ernsthaften Suche ein paar einfache Schritte zu gehen, um nicht am Ende mit der eigenen Ratlosigkeit auf Grund zu laufen.
1. Sprechen Sie mit Freunden und Mitseglern. Die meisten sind wahrscheinlich schon länger dabei und können Ihnen helfen, im Dickicht des Gebrauchtboote - Dschungels durchzublicken.
2. Überlegen Sie was Sie wollen. Stellen Sie sich so viele Fragen wie Ihnen einfallen. Welche Anforderungen muss das Boot erfüllen? Wie groß muss es sein? Wo wollen Sie unterwegs sein? Wie muss das Boot dazu ausgestattet sein? Die Antworten werden Ihnen helfen, zwischen den Angeboten zu selektieren.
3. Budgetieren Sie. Wie viel Geld haben Sie tatsächlich zur Verfügung? Rechnen Sie auch mit den Haltungskosten. Diese Betragen etwa 10% des Anschaffungswertes. Dazu kommen Versicherung und große Reparaturen.
4. Lesen Sie Fachliteratur. Ob Buch oder Zeitschrift, es wird Ihnen den Einstieg in das Thema erleichtern.


Zum Schluss…
Haben Sie Ihr Traumboot ausgemacht, bitten Sie einen erfahrenen Eigner Sie zu Besichtigungen zu begleiten. Sie werden seine Expertise schätzen.
Viel Spaß auf dem Wasser und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!